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Ein paar Tage Licht

Kurzrezension: Ein paar Tage Licht

Inhalt

Ein deutscher Rüstungsmanager wird in Algerien entführt. Der Verdacht fällt sofort auf Al Quaida nahe stehenden Gruppierungen. Doch der in Algier stationierte Kriminalpolizist Ralf Ely stellt Fragen – und stößt auf eine Menge Ungereimtheiten. Mit tödlichen Folgen.

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Warum lesen?

Komplex, realistisch und richtig richtig gut. Oliver Bottini hat sich mal wieder als einer meiner liebsten deutschen Autoren bewiesen. So wie schon „Der kalte Traum“ ist „Ein paar Tage Licht“ ein politisch brisantes und (soweit ich beurteilen kann) extrem gut recherchiertes Buch über die Verstrickungen der deutschen Rüstungsindustrie mit der politisch fragilen Lage in Algerien, Afrikas größtem Staat.

Wer einfach nur entspannen will, wird mit dem Buch weniger Freude haben, denn es wimmelt von Namen, Hintergründen, Abkürzungen (40 Seiten Glossar!), was Ansprüche an die Konzentration stellt. Wer so etwas schätzt bzw. es tolerieren kann, auch mal eine Weile verwirrt zu sein, der hat eine sehr mitreißende, tragische und spannende Geschichte vor sich, die mit sprachlichem und inhaltlichem Niveau unterhält. Was kann es besseres geben?

PS: Vielen lieben Dank an Sonja vom wunderbaren Blog Zeilenkino für dieses Lesevergnügen!