Die unendliche Geschichte – eine Liebeserklärung

So, liebe Leute. Bald haben wir’s geschafft und wir können wieder glorreich an den über Werbung, Bücher und Hollywood verbreiteten Vorstellungen eines perfekten Weihnachten scheitern. Ich weiß nicht wie’s euch geht, aber ich kann’s kaum erwarten!

Doch bevor hier der Weihnachtsvorhang fällt, noch kurz zu einem Buch, das sich mein kindliches Gehirn eines Weihnachtens einfach geschnappt hat und dort seitdem nistet. „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende. Begonnen hat es mit den Hörkassetten, die auf meinem Kinderradio in „heavy rotation“ liefen. Dann kam der Film. (Mein Gott, was habe ich geheult, als Atreju seinen Artax in den Sümpfen der Traurigkeit verloren hat!) Und dann dieses wunderbare Buch mit den 24 Kapiteln und illustrierten Anfangsbuchstaben von A-Z.

 

Alte Liebe rostet nicht

Alte Liebe rostet nicht

Und immer, wenn ich nach meinen Lieblingsbüchern gefragt werde, und dann irgendwas schriftstellerkompatibles sage wie „Jonathan Franzen“, oder „Jeffrey Eugenides“ oder „Arundhati Roy“, dann denke ich eigentlich an Michael Endes Kinder- und Jugendepos von Bastian Balthsar Bux, der sich mit einem gestohlenen Buch aus Herrn Koreanders Antiquariat über seine Einsamkeit hinwegtröstet, die Zerstörung des Reichs Fantasien miterlebt und es aus seiner Fantasie heraus wieder aufbaut, nur um nach vielen Irrwegen wieder zu sich selbst zurückzufinden. Dann möchte ich schreien – „Ja! JA! Wer braucht denn schon all den intellektuellen Firlefanz. DAS ist es, was Literatur soll. Nicht von einem literarischen Elfenbeinturm aus einschüchtern, sondern ermutigen und beflügeln. Wenn es ein Buch gegeben hat, das in mir den Wunsch weckte, Schriftstellerin zu werden, dann war es die Unendliche Geschichte mit ihren Figuren und Themen, die ich mich heute noch berühren, gerade zu Weihnachten. Danke, Michael Ende, danke!!“

*schnauf*

Tja, ahem. So viel also dazu. Und wenn ich mir den amazon-Verkaufsrang so ansehe (Nr. 750), lebt auch die Hoffnung, dass die unendliche Geschichte noch viele Kinderherzen so hochschlagen lassen wird wie meines. Dann braucht man sich um die Zukunft der Literatur tatsächlich keine Sorgen zu machen.

In diesem Sinne wünsche ich Euch frohe Weihnachten, meine Lieben!

Und wenn Ihr trotz all der Geschenke noch 2 Finger zum Tippen freihabt, erzählt mir doch von Eurer eigenen Buchliebesgeschichte. Ich würde sie gerne hören. :)

 

 

 

3 Kommentare
  1. Tina
    Tina says:

    Ich gestehe ganz beschämt – gelesen habe ich Die unendliche Geschichte nie, ich kenne nur den Film :-)
    Mich haben eher die Bücher von Karl May (die dreisterweise immer nur mein Bruder geschenkt bekam, für mich gab’s eine typische Mädchenreihe namens „Pucki“ *würg*) zum Lesen gebracht :-)

    Ich wünsch dir frohe Feiertage – ob mit oder ohne Hollywoodkram :-)
    LG
    Tina

    • Ellen Dunne
      Ellen Dunne says:

      Oh Tina – ich beneide dich, dann hast du ja noch so viel Tolles vor dir! Ich hab es auch als Erwachsene nochmal gelesen, und war erneut begeistert. Kann ich dir also auch als Nachlese empfehlen. Bzw. als Inspiration für die Kids (oder bin ich da wieder blauäugig und das entspricht nicht dem Geschmack?) – falls sie überhaupt in dem Alter sind. Ganz lieben Dank für die Wünsche – und dir auch schöne Feiertage – hoffe, wir hören 2013 wieder voneinander. Dann auch hoffentlich mit einem neuen Buch meinerseits 😉

    • Ellen Dunne
      Ellen Dunne says:

      Ahem – und auch ich habe Karly May nicht gelesen … dafür alle Winnetou-Filme gesehen. Auch da hab ich geheult. 😉 Hast du dir die auch als Erwachsene nochmal vorgenommen?

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